St.-Johannes-Kirche

Schaprode

Kirche Schaprode

Wenige Jahrzehnte nach dem Fall der Burg Jaromarsburg im Jahr 1168, wurde die St.-Johannes-Kirche am Anfang des 13. Jahrhundert erbaut. Sie spielte eine wichtige Rolle bei der Christianisierung der Insel Rügen. Bei Auseinandersetzungen mit ihrem Könighaus fanden verschiedene dänische Bischöfe hier Asyl. Der Abbruch der ehemals romanischen Kirche erfolgte 1450. Von der drittältesten Kirche Rügens sind heute noch der romanische Chor und Teile der Ostwand des einst dreischiffigen Langhauses vorhanden.


Erst im 15. Jh. wurde das kreuzrippengewölbte Kirchenschiff errichtet. In dieser Zeit wurde die Kirche Ziel einer Marienwallfahrt. Im Hauptschiff wird man sofort auf eine spätgotische Triumphkreuzguppe auf dem Lettnerbalken aufmerksam. 1723 schuf der Bildschnitzer Hans Broder zusammen mit dem Maler Franz Rose die Kanzel, den Beichtstuhl und wohl auch die Taufe. Der barocke Altaraufsatz mit Szenen aus dem Leben Christi stammt von Thomas Phalert aus Stralsund. Im selben Jahr entstanden die Bildnisse der Reformatoren Johannes Bugenhagen und Martin Luther am Kanzelaufgang.


Mehr Informationen zur Europäischen Route der Backsteingotik erhalten Sie hier.