St.-Andreas-Kirche

Rappin

Kirche Rappin

In dem erstmals 1305 erwähnten, in der Nähe des Jasmunder Boddens liegenden Dorf Rappin wurde um 1300 mit dem Bau der Backsteinkirche begonnen. Sie gehört damit zu den ältesten Kirchen der Insel Rügen. Ihre heutige Ansicht bekam sie um 1400. 1626 stürzte der ursprüngliche Glockenturm aus Holz ein. Im Jahre 1635 entstand der Folgebau südwestlich der Kirche in Form eines hölzernen Glockenstuhls. 1996 bis 1999 wurden der Chor und das Kirchenschiff in den ursprünglichen Farbtönen restauriert.


Eine der beiden Glocken wurde im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen. Ersetzt und eingeweiht wurde sie im Jahre April 2010. In der folgenden Zeit wurden das kreuzrippengewölbte Langhaus mit Vorhalle und die Sakristei zugefügt. Aus der zweiten Hälfte des 13. Jh. stammt eine mit Rundbogenfeldern und Gesichtsmasken verzierte Kalksteinfünte, das älteste Ausstattungsstück der Kirche. Wappenschilde und Grabplatten des 18. Jh. zeugen von den vielen Adelsgeschlechtern der nahen Rittergüter.


Die Wände und Decke sind mit mittelalterlichen Weihekreuze und schlichten Ranken bemalt. Die Malereien wurden in den letzten Jahren renoviert. Die Orgel wurde 1859 durch den Gothaer Orgelbauer Guido Knauf gebaut.