Kapelle Ralswiek

Kapelle Ralswiek

Ralswiek war schon im frühen Mittelalter wirtschaftliches Zentrum Rügens. Nach der Christianisierung kam der Ort in den Besitz des dänischen Bistums Roskilde und wurde kirchliches Verwaltungszentrum. Dennoch war Ralswiek nie Kirchdorf, die Gottesdienste wurden in der Probstei abgehalten. 1907 bekamen die Ralswieker eine eigene Kapelle, die in Schweden gefertigt und dann im Auftrag des Bauherren des Schlosses, Graf Douglas, hier aufgebaut wurde. Die kleine Kapelle ist in einem in Schweden gebräuchlichen Stil ganz in Holz gebaut und stellt damit eine architektonische Besonderheit auf Rügen dar.


Über dem Eingang zur Kirche ist das Motto „Die Liebe höret nimmer auf“ zu lesen. Die Kapelle bezaubert durch ihre schlichte, einfache Ausstattung. Heute dient die Kapelle auch zur Durchführung von Orgelkonzerten. Neben der Kapelle befand sich bis 2007 das in Fachwerk-Lehmbauweise errichtete, zur Kapelle gehörige etwa 200 Jahre alte Küsterhaus. In diesem Jahr fiel das lokal wegen seines urtümlichen Aussehens auch als „Hexenhaus“ bekannte Gebäude einer Brandstiftung zum Opfer.