Wegekirche

Landow

Kirche Landow

Die fast 700 Jahre alte Dorfkirche in Landow liegt an der alten Salz- und Heringsstrasse, ein bedeutender mittelalterlicher Handelsweg über die Insel Rügen. Im Zuge der Christianisierung Rügens ab dem Jahre 1168 wurde die Kirche im Laufe des 14. Jahrhunderts erbaut. Bei einer dendrochronologischen Untersuchung im Jahr 2004 wurde der Bau auf das Jahr 1312 datiert. Die teilweise noch sichtbaren Fachwerkelemente, waren ursprünglich ein eigenständiges Gebäude was im späteren Verlauf mit Backstein ummauert wurde. Somit ist die Kirche in Landow der älteste bekannte Fachwerkkirchenbau in Norddeutschland und im gesamten Raum der südlichen Ostsee und ist eine der spätesten Ausläufer der gotischen Architektur in der Region dar.


Im Laufe des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche mit einer reichen barocken Ausstattung, einem Altar, einem Taufbecken und einer Kanzel aus der Werkstatt des Stralsunders Elias Kessler, ausgestattet. Es folgten im 18. Jahrhundert eine bemalte Holzdecke, ein Patronatsgestühl und ein Beichtstuhl. Im Laufe der Zeit verfiel die Kirche leider. Dank des Enthusiasmus engagierter Menschen konnte die Kirche vor dem endgültigen Verfall gerettet werden. Erste Notreparaturen fanden in den achtziger Jahre dank Fördergelder und vieler Spenden in den Jahren statt. 1991/92 und 2002/3 erfolgten dann grundlegende Sicherungsmaßnahmen an Turm, Fenster, Dach (teilweise) Dachstuhl, Fußboden und Außenmauerwerk.


Seit 1990 gastieren hier die "Festspiele Mecklenburg-Vorpommern" und seit 2000 nutzt die Kirchengemeinde Samtens mit dem "Freundeskreis Kirche zu Landow" die Kirche als "Kultur- und WegeKirche".