St.-Petri-Kirche

Garz

Kirche Garz Kath.

Herz-Jesu-Kirche ist der Name zahlreicher, vor allem römisch-katholischer Kirchen, die durch dieses Patrozinium der Verehrung des heiligsten Herzens Jesu, dem geöffneten Herz des Gekreuzigten, nach seinem Tod am Kreuz. Als Quelle der Sakramente und der Kirche in besonderer Art geweiht sind.


Als der Bergener Pfarrer Maximilian Kaller 1911 bei den staatlichen Stellen den Antrag auf einen Kirchbau in Garz, der alten Hauptstadt Rügens; einreichte, rechnete er mit 500 Gottesdienstbesuchern sonntags. Es waren vor allem die polnischen Schnitter, die zu Tausenden auf Rügen arbeiteten und durch ihre Spenden den Bau nicht unwesentlich mitfinanzierten, die eine Bedürfnis nach einem Gotteshaus hatten. Bereits seit 1906 hatten sie Gelegenheit, in Garz, in einem Gasthaus Gottesdienste zu halten. Die neue - vom Architekten August Kaufhold entworfene - Herz-Jesu-Kirche konnte dann am 1. Juni 1913 benediziert werden. Es ist eine einschiffige neugotische Kirche mit einem kleinen Turm, für den ursprünglich ein spitzer Giebelhelm geplant war.


Unter Pfarrer Gerhard Kuhn (Amtszeit 1956-65) fand eine Umgestaltung des Altarraums statt. Drei der Fenster wurden zugemauert und ein neuer Sandstein-Altar wurde 1960 errichtet. Pfarrer Oskar Reis (Amtszeit 1965-73) ließ ein legensgroßes, romanisches Kruzifix mit Wundmalen aus Bernstein zum Christkönigsfest 1971, aufstellen. Links im Altarraum hat der Tabernakel seinen Platz gefunden. Seit 1982 ist in Garz kein Pfarrer mehr am Ort. Zum 1. Januar 1995 schließlich wurde die Gemeinde mit zuletzt etwa 300 Katholiken aufgelöst und mit der Pfarrei Bergen wiedervereinigt.