St.-Petri-Kirche

Garz

Kirche Garz Ev.

Erstmalige urkundliche Erwähnung findet die St. Petrikirche im Jahre 1396, als „deme godeshuze tu sunte Petare tu Gartze“. Zu der Zeit bestand der Bau aus zwei Westjochen mit Sakristei. Kurze Zeit später wurden die drei Langhausjoche angebaut. Die granitene Fünte (Taufstein) mit seinen blattartigen Verzierungen wird auf ein Alter von 700 Jahren geschätzt. Vermutlich war die Fünte ein Geschenk Heinrich des Löwen an Rügen, was zurück zu führen ist auf ähnliche gestalterische Elemente des Inventars des Braunschweiger Doms. Die Messingtaufschale wird auf das 17. Jahrhundert datiert.


Der Spitzturm und die zwei Chorjoche wurden 1450 angebaut, später folgten noch das Kreuzrippengewölbe mit seinen massiven Wandpfeilern und im 18. Jahrhundert die Außenpfeiler am Kirchenschiff. Um 1648 wurde der Spitzturm bei einem Sturm zerstört und durch den heutigen flachen Turm ersetzt (noch vor 1650). Größere bauliche Veränderungen aus dem Jahr 1741 gaben der Kirche ihr heutiges Bild.


In Folge des letzten großen Stadtbrands 1764 wurde zwar die Kirche verschont, aber das Pfarrhaus und die Kirchenchroniken vernichtet. 2003 erhielt die Kirche drei neue Glocken der Glockengießerei Bachert.