St.-Pauli-Kirche

Bobbin

Kirche Bobbin

Zeittafel der St. Pauli-Kirche in Bobbin

1250

 

wird die „ecclesia de Babyn“ als Besitz des Klosters Bergen bezeichnet

1318

 

„parochia Babyn“

1401

 

verlieh Papst Bonifatius lX den Besuchern und Wohltätern der „ecclesia parochialis S. Pauli in Babbin Ablass

1472

 

wird ein Vorsteher der "Brüderschaft der hl. Maria“ genannt

1525

 

wurde die von der Kirche an das Kloster in Bergen zu zahlende Jahreshebung von zehn Mark nochmals bestätigt, nach der Reformation auf fünf Mark herabgesetzt – Das Patronat lag nach der Reformation vermutlich beim Landesherren, seit der 2. Hälfte des 17. Jh. bei der Herrschaft Spyker

Das Gotteshaus aus Feldsteinen mit Backsteinformteilen wurde um 1400 errichtet. Vermutlich befand sich an der Stelle ein Vorgängerbau, möglich wäre ein heidnisches Heiligtum, das konvertiert wurde. Der Namensgebende Apostel Paulus weist darauf hin. Der massive Turm entstand erst 100 Jahre später. Im 16. Jahrhundert an der Südseite des Chores angebaut, im 17. Jahrhundert folgte der Aufgang zur Patronatsloge. Die letzte Renovierung des Kircheninnern, bei der die Flachdecke erneuert wurde, erfolgte 1954/55. 1971 wurde das ursprünglich mit Schiefer gedeckte Dach renoviert.


Aus frühester Zeit stammen die nur noch in Bruchstücken erhaltenen Grabplatten im Mittelgang des Kirchenschiffes. Im Eingansbereich befindet sich eine Schranktruhe aus dem 16. Jahrhundert die heute als Opfertruhe genutzt wird. Aus dem Vorgängerbau der heutigen Kirche stammt wahrscheinlich das älteste Ausstattungsstück, eine Kalksteinfünte aus der Zeit um 1300. Die hölzerne Kanzel mit Schalldeckel entstand 1622 im Stil der Spätrenaissance. Eine barocke Überformung und Neuausstattung der Kirche erfolgte unter dem Patronat des schwedischen Generals und Feldmarschalls Carl Gustav von Wrangel in der Zeit von 1649 bis 1676. Auf dem Friedhof befindet sich ein Gruftbau aus dem Jahre 1782. Die 56 erhaltene Grabwangen stammen aus den Jahren 1755 bis 1884.