Gutshaus Zürkvitz

bei Wiek

Gutshaus Zürkvitz

Die Gutsanlage Zürkevitz kann auf eine wechselvolle Geschichte zurück blicken. Zürkevitz, wurde ehemals auch Surkevitze oder Succovitze genannt. Erstmalige Erwähnung findet es als Rittergut des Ritters zu Braunschweig. Weitere Besitzer waren der Herzog Bogislaw X von Pommern und Vicko von der Lancken. Bis zum Jahre 1915 blieb es dann in Besitz der Familie von Lancken. Etwa 1917 wurde ein Teil des Gutes für einen Militärflugplatz konfisziert und nach Beendigung des Krieges nicht wieder zurückgegeben. Infolge der Inflation und der sehr schwierigen Zwanziger Jahre geriet Zürkvitz, wie sehr viele andere Güter auf Rügen und in Pommern, in eine starke Verschuldung. Diese konnte aber in den Folgejahren durch sehr gute Bodenerträge wieder ausgeglichen werden.


In der Nachkriegszeit ab dem Jahre 1945 wurde die Insel Rügen zum Aufnahmegebiet der Vertriebenen und Flüchtlinge aus Hinterpommern, die speziell auf den Gütern eine Unterkunft finden sollten. Im Zuge der Bodenreform im September 1945 wurden die Besitzer enteignet und das Gut in Parzellen aufgeteilt auf denen Einfamilienhäuser und eine Kleingartenanlage entstanden. Das Gutshaus und der Park verfielen aufgrund mangelnder Pflege, weil der alten Substanz weniger Bedeutung beigemessen wurde als Neubauten.


Nach der Wende ließen ungeklärte Besitz- und Rechtsverhäätnisse das Anwesen weiterhin verfallen. Das Gutshaus und einige Parzellen des ehemaligen Gutes wurden als ehemaliges volkseigenes Vermögen der DDR zum Kauf angeboten. Da die Anlage leider nicht als zusammenhängende Einheit betrachtet und dementsprechend verkauft wurde, erwarben verschiedene Käufer die Grundstücke und die Zerstückelung der denkmalgeschützten Anlage blieb erhalten. So ist eine Rekultivierung des Parks in seiner ursprünglichen Form heute nicht mehr möglich. Heute ist das Gebäude saniert und bewohnt.