Gutshaus Semper

bei Lietzow

Gutshaus Semper

Das Gut gehörte ursprünglich in den Besitz der Familie von Jasmund, später der Familie von der Osten und Mitte des 18. Jahrhunderts der Familie von der Lancken. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts befand sich das Gut in bürgerlichem Besitz. Von der Familie von der Lancken erwarb die Familie Lietz das Gut Borchtitz, zu dem auch das Gebiet Semper gehörte. Dr. Walter von Brüning erwarb von Lietz 1913 248 ha um Lietzow herum und den Wald an der Steilküste nach Norden.


Nachdem ein vorhandenes Holzhaus abbrannte, baute er an gleicher Stelle zwischen 1916 und 1922 nach Plänen des Berliner Architekten Georg Steinmetz das heutige Haus Semper, den Marstall, das Gärtnerhaus, das Försterhaus und den kleinen Gutshof im neobarocken Stil. Nach 1945 wurde das Herrenhaus als Kulturhaus und Ausbildungsstätte genutzt. Heute befindet es sich in Privatbesitz und wird zur Zeit saniert.


Der nur zum Teil gärtnerisch gestaltete, und jahrzehntelang vernachlässigte Waldpark, wird nun wieder gepflegt. Besonders bemerkenswert ist die Rhododendron Allee die im Frühjahr in ihrer ganzen Pracht erblüht. Nachdem 2002 der Park Außenstandort der Internationalen Gartenbauausstellung wurde erhält er nun eine besondere Pflege.