Gutshaus Ranzow

am Nationalpark Jasmund

Ranzow

Erstmal urkundlich erwähnt Ort wird der Ort 1314. Ab dem späten 16. Jahrhundert ist ein Gut nachweisbar, zunächst in der Hand der Familie Jasmund, ab dem Jahre 1577 der Familie von Lancken, in deren Besitz es bis zum Ende des 19. Jahrhunderts blieb. 1900 erworben von Paul von Bötticher wurde das Herrenhaus errichtet. Schon 1904 verkaufte er Ranzow an Franz Sungalli um es noch im selben Jahr es an den Berliner Kaufmann Philipp Isaacsohn zu verkaufen.


In den letzten Jahren diente das Herrenhaus als Flugbeobachtungsstelle, nach der Enteignung 1945 folgte dann eine langjährige Nutzung durch die Sowjetarmee als Stützpunkt. Erst 1991 wurde es geräumt und 2001 versteigert. Prägnant an diesem Bau sind zwei unterschiedlich hohe Türme die ein seitlich abgewalmtes Dach flankieren. Im Innenraum des Hauses sollen zum Teil bauzeitliche Ausstattung erhalten haben, wie z.B. eine bemalte Kassettendecke in einem der Festsäle im Erdgeschoss.


Der verputzte Backsteinbau befand sich bis 2005 im Besitz des Bundesvermögensamtes. Im Jahr 2006 fanden Renovierungsarbeiten statt. Das Herrenhaus wird zu einem Hotel mit Golfakademie ausgebaut.