Gutshaus Maltzien

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Gutshaus Maltzien

Erstmalige Erwähnung fand der Ort im Jahre 1314, die Familie von Kahlden gehört spätestens seit dem 16. Jahrhundert das Anwesen. In Maltzien gab es immer einige Bauernhööfe neben dem Haupthaus, in späterer Zeit als Einliegerkaten genutzt wurden. Durch den letzten von Kahlden wurde das Gut 1908 an den Landwirt Max Venzmer verkauft. Im Zuge der Bodenreform 1945 wurde seine Witwe enteignet. In Folge war die Nutzung dess Herrenhaus vielfältig. Bis 1989 diente es als Schulgebäude und beherbergte danach auch Gewerberäume. Ab dem Jahr 2002 begann der neue Besitzer mit der Instandsetzung.


In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ließ Karl von Kahlden den imposanten Bau im Stil der Tudorgotik errichten. Das eingeschossige Herrenhaus erscheint durch sein hohes Sockelgeschoss, das durch einen Kniestock nutzbar gemachte Dach, die beiden zweigeschossigen Risalite und den dreigeschossigen Turmbau an der Südseite größer. Die bauzeitliche Haustür in dem aufwendig gestalteten rundbogigen Haupteingang blieb zum Glück erhalten. Der altanartige Vorbau ist leider nicht mehr erhalten. Ins Auge fallen die für die Gegend untypischen gelben Klinker und die horizontal eingefügten roten Klinker. Das Wappen der von Kahldens - ein Löwenkopf – ist am Giebel des Herrenhauses zu sehen, sowie an der Uhr am Turm. Am Wappen ist die Devise der Familie zu sehen „In Deo fortitudo“.


Wirtschaftsgebäude und der Park sind leider nicht mehr vorhanden. Lediglich die den ehemaligen Park umgebende Mauer ist in Teilen erhalten geblieben. Das Gutshaus befindet sich in Privateigentum und wird zu Wohnzwecken genutzt.