Gutshaus Libnitz

bei Trent

Gutshaus Libnitz

Das Gutshaus, ein Backsteinbau, ist um 1912 im Stil der Sachlichkeit erbaut worden. Das Gut befand sich seit dem 13. Jahrhundert im Besitz der Rügenschen Fürsten, seit 1747 war es im Besitz zweier Geistlicher aus Bergen. Zum Anfang des 19. Jahrhunderts erwarb die Familie Meyer-Sarnow das Gut. Fritz Alfred Meyer, damals "Millionenmeier" genannt, durch sein beträchtliches Vermögen, welches er durch Erbschaft bekam, ließ das Gutshaus und die umfangreichen Wirtschaftsgebäude errichten. Seine Mutter war Selma Schichau, Tochter des Begründers der Schichau-Werft Elbing. Fritz Alfred Meyer lernte seine Frau Friderike Sarnow in Putbus kennen. Sie führten nach der Heirat den Familiennamen Meyer-Sarnow.


1945 floh die Familie. Die Ehefrau des Gutsbesitzers kam in dieser Zeit auf tragische Weise ums Leben. Fritz Alfred Meyer starb 1955 78jährig in Karlsruhe. Nach der Enteignung wurde das Gutshaus bis heute zu Wohnzwecken genutzt. Bemerkenswert sind die noch vielfach vorhandenen originalen Teile der Inneneinrichtung, insbesondere das Treppenhaus mit seiner bemalten Balkendecke, die Deckenlampe und die Buntglasfenster. Besonderheit sind die verschieden hohen Ecktürme, das halbrund vorstehende Treppenhaus und die geschwungene Auffahrtsrampe. Die aus der Erbauungszeit stammenden Außenlampen und die schmiedeeisernen Geländer sind noch erhalten.


Dem Gutshaus schließt sich ein vor kurzem aufgeräumter Park an, in dem ein im neoklassizistischen Stil gehaltenes Mausoleum im für die Familie Meyer-Sarnow steht. Das Mausoleum wurde in Form eines griechischen Protylos errichtet. Das Gutshaus wurde 2000 durch die Gemeinde verkauft. Der neue Eigentümer sanierte und modernisierte das Gebäude in den Jahren 2001 bis 2003, es entstanden Wohnungen und Feriensuiten sowie eine Wellnessanlage.