Gutshaus Krimvitz

bei Garz

Gutshaus Krimvitz

Erstmalig urkundlich erwähnt wurde Ort als Bauerndorf „Crimovitze“ im Jahre 1314. Die Herren von Berglase erhielten nachweisbar im Jahre 1485 Krimvitz als Lehen von ihrem Landesoberhaupt. Im 16. Jahrhundert befand sich das Gut dann nachweisbar in Besitz der Familie von Bohlen. Als späterer Besitzer folgte die Familie von Platen. 1782 ging das Anwesen in den Besitz der Familie von Wunsch über. Von 1787 bis zur Bodenreform befand sich das Adelsgut in Besitz des Fürsten von Putbus. Nach der Enteignung diente das Gut Vertriebenen und Flüchtlingen als neue Heimat. In den 90ger Jahren verfiel das Haus zusehend und wird seit 1999 nach aufwendiger Sanierung touristisch genutzt.


Der eingeschossige Backsteinbau wird durch Lisenen strukturiert und ist auf einem hohen Feldsteinsockel im Jahre 1880 errichtet, der später verputzt wurde. Bei der liebevollen Restaurierung blieb die bauzeitliche Haustür erhalten. Charakteristisch für die Ansicht von der Hofseite ist der zweigeschossige Mittelrisalit mit dem flachen dreieckigen Frontispiz. Auf der Gartenseite wurde das Satteldach mit einer Hechthaube ausgebaut. Besonders bemerkenswert sind die flachgewölbten Kellerräume im Inneren, die müglicherweise von einem Vorgängerbau stammen.