Gutshaus Kartzitz

bei Rappin

Gutshaus Kartzitz

Die barocke Gutsanlage mit dem eingeschossigen verputzten Herrenhaus mit zweigeschossigem Mittelrisalit wurde 1750 erbaut. Er gehört zu den schönsten barocken Anlagen auf der Insel Rügen. Das Gut befand sich vom 15. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts im Besitz der Familie von Usedom, deren Stammsitz Kartzitz war. Ab 1898 bis 1945 befand sich das Gut in bürgerlichem Besitz: Familie Schröder, Carl Leitner und bis 1945 die Familie von Schinckel.


Im Zuge der Bodenreform und der damit verbundenen Enteignung wählten Ernst von Schinckel sowie Frau und Tochter im Mai 1945 den Freitod. Auf der Teichinsel im Park erinnert ein Gedenkstein an ihr Schicksal. Zunächst wurde das Haus als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt. Zu DDR-Zeiten wurde das Gutshaus durch die LPG und die Gemeinde genutzt.


Nach 1990 erwarb Joachim von Schinckel ein Nachfahre des letzten Eigentümers durch Rückkauf das Gut. Die ursprünglich barocke Parkanlage wurde um 1800 erweitert und teilweise zum englischen Landschaftspark umgestaltet. Mittlerweile sind das Herrenhaus und die Nebengebäude sowie der Park aufwendig instand gesetzt.