Gutshaus Kapelle

bei Gingst

Gutshaus Kapelle

Der erstmal urkundlich erwähnte Name ist vermutlich auf Kirchengebäude eines großen Gutes zurück zu führen. Seit dem 16. Jahrhundert befanden sich nachweisbar zwei Wohnhöfe der Familie Osten an diesem Ort. Nachdem diese Linie im Ende des 17. Jahrhunderts erlosch, blieb der Besitz trotzdem im Besitz der von Ostens. 1816 wurde das Gut von Carl Ludwig Lorenz von Platen auf Gurtitz gekauft. Später ging es dann durch Heirat an die von Esbeck, die es dann bis 1935 hielten. Das Gutshaus selbst ist 1843/1844 entstanden.


Nach Erlöschen der männlichen Linie mit seinem Tod 1839 bekam es dessen Tochter Rosalie die mit dem Major von Esbeck verheiratet war. Der Sohn, Wilhelm von Esbeck erhielt 1867 das Recht den Namen Platen in seinem zu führen. Wilhelm von Esbeck war wohl ein eigenwilliger Zeitgenosse. Nach einer glanzvollen militärischen Karriere legte er kurz vor seinem Tode am 30. September 1924 fest, inzwischen Kammerherr am Berliner Hof und Zeremonienmeister der Kaiserin, zusammen mit seinem Pferd im Park des Gutes beigesetzt zu werden. Was dann auch geschah. Sein Sohn Constantin von Esbeck-Platen erbte das Gut, ging aber 1934/35 in Konkurs.


1914 ist es im neobarocken Stil umgebaut worden. Das Gut wurde aufgesiedelt, unterstand wenig später einem Ordensstift und diente als Alterswohnheim. Dem Gutshaus schließt sich ein Park aus dem 19. Jahrhundert an, der in englischem Stil angelegt wurde, der aber durch Wildbesamung überformt ist. Erwähnenswert sind die Reste des Familienfriedhofes derer von Esbeck-Platen.