Gutshaus Barnkevitz

zwischen Trent und Schaprode

Gutshaus Granskevitz

Im Jahre 1170 wurde Granskevitz als Stammburg der Familie von Platen gegründet. Erstmals urkundlich erwähnt als „Granscovitze“ wurde es 1314. Der Rügensche Chronist Johann Jacob Grümbke beschrieb die Anlage als mit einem Wall und Graben umgeben war, worüber an der Südseite eine Zugbrücke führte. Damit ist die Anlage einzigartig auf Rügen. Auf den Fundamenten aus dem 15. Jahrhundert wurde das Gutshaus im 17. Jahrhundert errichtet. An- und Ausbauten folgten im 18. Jahrhundert und 20. Jahrhundert. Das Gut verblieb bis zum Tode Carl von Platens 1846 im Familienbesitz der Familie von Platen. Seine zweite Tochter Agathe heiratet den Husaren-Rittmeister Hans Friedrich von Schultz.


Das Gut wurde von seinem Enkel Carl von Schultz bis 1945 als die Enteignung im Zuge der Bodenreform erfolgte. Verbunden mit der Gründung der "Norddeutschen Saatzuchtgesellschaft KG von Schultz-Granskevitz", kurz "Nordsaat", war Carl von Schultz einer der erfolgreichsten Züchter für Saaten und international bekannt. Er leitet die Firma noch kurze Zeit nach der Enteignung durch die Sowjetarmee. Seine Frau und seine vier Töchter war die Flucht nach Schleswig Holstein möglich. Dort bauten sie Firma "Nordsaat" wieder auf. Bis zum Jahre 1991 wurde der Betrieb staatlich geführt, nach der Wende gelang Rückkauf durch die "Nordsaat-Saatzuchtgesellschaft m.b.H.".


Das Gutshaus ist saniert, der Ringwall mit seinem alten Baumbestand und der Außengraben sind sehr gepflegt. Bemerkenswert ist der südwestliche Kellerraum, der noch vor 1507 wegen der dort beigesetzten Pestleichen vermauert wurde und seitdem nie wieder betreten worden ist. Die Innenfläche des Ringwalles war frúher parkähnlich gestaltet. Ein Inventar aus dem Jahre 1742 beschreibt ihn als „Lustgarten“ Einige markante Einzelbäume wie eine Platane, ein Ginko und eine Blutbuche sowie die Doppelreihe fast 300jähriger Linden auf der Wallkrone sind erhalten.