Gutshaus Gobbin

bei Lancken-Granitz

Gutshaus Gobbin

1263 wurde Gobin erstmals urkundlich erwähnt. Nachdem der Ort 1740 eine partielle Wüstung war, bildete man um 1748 aus gelegten Bauernstellen das Gut Gobbin neu. 1827 wurden sämtliche Gebäude durch Feuer zerstört. 1828 begann der Bau des jetzigen Gutshauses nach Entwurf des Schinkel-Freundes Johann Gottfried Steinmeyer. Bauherr war Fürst Malte l. von Putbus, in dessen Besitz sich das Gut befand. Es wurde meistens verpachtet, so war 1857 Gustav Möller Pächter, von 1895 - 1907 hieß der Pächter Österreich, ab 1908 Modrow. Der letzte Pächter von 1934 bis zur Flucht 1945 war CL Hegeler.


Das Gut befindet sich seit 2001 im Besitz der Familie Evers. Sie ließ das Gutshaus denkmalsgerecht sanieren. So wurde z. B. zur Neueindeckung des Daches alte Bieber wieder verwendet und für Putzarbeiten ein Luftkalkmörtel (kein Zement enthalten) verwendet. Bei der Sanierung im Herren- und Damenzimmer wurden alte Deckenmalereien aus der Biedermeierzeit entdeckt und gesichert. Im Jahr 2004 erstrahlte das Gutshaus in neuem Glanz und lädt seitdem ein, hier in einer der landschaftlich reizvollen Umgebungen von Rügen einen Urlaub zu verbringen.