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Begleiten Sie mich auf einem Spaziergang durch die wechselvolle Geschichte der Ostseeinsel Rügen. Viele Völker hinterließen hier Ihre Spuren. Hünengräber und Opfersteine aus der Jungsteinzeit sind umsponnen von Mythen und Sagen. Die Ranen hatten hier eines Ihres größten Heiligtümer, die Jaromarsburg am Kap Arkona. Nach Eroberung durch die Dänen nahm die Christianisierung den Einzug auf der Insel. Von ihr zeugen die vielen Backsteinkirchen der Insel, mit ihren prachtvollen Altären und Ausschmückungen. Die Gutshäuser und Jagdschlösser erzählen von der wichtigen Rolle der Landwirtschaft in den letzten Jahrhunderten.

Gutshäuser & Schlösser
Adel verpflichtet
gutshaus

Heute erstrahlen die vielen Schlösser und Gutshäuser Rügens wieder im neuen Glanz. Trutzige Mauern und weitläufige Parks betören und erzählen aus alten Zeiten.

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Kirchen
Kleinode der Backsteingotik
kirche

Erbaut, nach der Eroberung durch Erzbischof Absolom von Roskilde im zwölften Jahrhundert und die damit folgende Christianisierung, prägen sie die Landschaft der Ostseeinsel Rügen.

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Bodendenkmale
Mystische Zeitzeugen

Monumentale Wallanlagen, Hünengräber, Schanzen und Opfersteine sind Zeitzeugen aller historischen Epochen, von Jungsteinzeit bis in die nahe Vergangenheit.

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Die Ranen
Dem Sturm getrotzt!
jaromarsburg

Die Ranen waren ein kühnes Schiffervolk, das trotzig wie sein Eiland dem Sturm und Andrang der Wogen des Meeres die Stirn bot. Die See war ihr Element.

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Mythen & Sagen
Svantevit und Donnerkeil
Gott Svantevit

Muhme, Mahrt und Möme. Von holden und unholden Geistern in Haus und Hof und viergesichtigen Gottheiten erzählen die Sagen und Legenden aus alten Zeiten.

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Impressionen
Rügen verzaubert

Weiße Kreidefelsen, weites Windland und ein Licht, dass die Farben erstrahlen lassen .... Rügen die Ostseeinsel mit den tausend Gesichtern die schon Dichter und Maler begeisterte.

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Rügensche Sage
Untergang der Stadt Riniveh

Zwischen der Greifswalder Oie und dem Ruden hat eine Stadt gelegen, die Riniveh oder nach anderen Vineta hieß. In ihr wohnte eine üppiges und übermütiges Volk. Da hat einst eine Frau, um trockenes Fußes über den Wasserlauf schreiten zu können, aus Übermut Brot hineingeworfen, daß es unsern Herrgott im Himmel verdroß. Da hat er sieben Jahre lang Ostwind wehen lassen, und so ist Thiessow vom Ruden und der Ruden vom pommerschen Festland abgerissen, und der Zicker vom Vilm und der Vilm vom Putbusser Lande, und die sündige Stadt ist mit allem, was drin war ersäuft.


Beim Untergang der sündigen Stadt wurde nur einer gerettet, weil er immer Gott gefürchtet hat. In der Nacht, da er schlief, zupfte es ihn an den Zehen, und eine Stimme rief:“Komm mit!“ So ist er aufgestanden und hinausgegangen. An der Tür hat ein Schimmel gestanden, auf den hat er sich geschwungen und ist weggeritten, und wie er vorwärts geritten ist, haben die Wasserwogen hinter ihm hergestürmt. Er ist aber entkommen, und von ihm stammet das Volk ab, das jetzt auf Mönchgut wohnt.

Später haben die Fischer die Glocken der versunkenen Stadt Riniveh aus der Tiefe heraufgezogen, und diese Glocken sind es, die noch heute in der Middelhäger und in der Crösliner Kirche hängen; beide haben, wie man sagt, einen gleichen und absonderlichen Klang.


Quelle: Rügensche Sagen von Otto Haas, 1939
Aus Alt-Reddevitz 1850, “Riniveh” steht hier für das bekanntere Vineta.